Naturfarben-Künstler

Früher, als es noch keinen Wasserfarbkasten gab, mussten sich die Menschen anders behelfen, um farbige Bilder entstehen lassen zu können.
Das dürfen auch heute eure Minis ausprobieren: Es werden nämlich Naturfarben entdeckt!
Hierzu bekommt das Kind ein stabiles Papier von einem guten Malblock. Diesen nimmt es mit, wenn ein Ausflug in die Natur stattfindet.
Die kreative Aufgabe lautet: Finde so viele verschiedene Farben wie möglich!
Nun wird es spannend. Das Blütenblatt einer Mohnblume müsste zerrieben doch ein rot abgeben? Braun erhält man, wenn man mit dem Finger in Lehm, in Erde oder in den Waldboden tunkt und damit aufs Papier streicht. Schwarz findet man vielleicht an der verkohlten Seite eines Holzes bzw. an einem Stück Rinde. Grüntöne gibt es so viele, wie unterschiedliche Blätter an den Bäumen hängen. Insbesondere braune Töne unterschiedlichster Nuancen lassen sich in der näheren Umgebung entdecken. Dabei sollte der Explorationstrieb nicht gebrochen werden. Entscheidend ist die Vielzahl der gefundenen Farbtöne, die, wieder nach Hause zurückgekehrt, alle genau betrachtet und mit Namen versehen werden.
Die Kinder erzählen, wo sie die Farben gefunden haben. So kennen die Kleinen ab heute nun beispielsweise ein Schlammgrün, ein Farngrün, ein Grasgrün, usw.
Die Zettel mit den Farbproben könnten gesammelt und aufgehängt werden und als tolle Erinnerung und als Anschauungsmaterial dienen. Beim nächsten Kunstausflug wissen die Kinder genau, wo sie mit ihren Fingern suchen müssen, um mit Naturfarben ein komplettes Bild malen zu können. Viel Spaß in der Natur!